• 14.Oktober 2009 - 
  • Misslungener Start in die neue Saison

    Kernen i.R. Hohe Niederlage gegen SV Backnang I.

    Am Ende des ersten Spieltages war das Endergebnis so, wie man es von der Papierform erwarten musste, nur noch etwas drastischer als befürchtet. In der letzten Runde der vorherigen Saison spielte man gegen den gleichen Gegner noch 4:4.
    Vielleicht lag es ja daran, dass es für die Römer die erste Partie der Saison war und die Backnanger schon eingespielt waren. Denn zunächst sah es gar nicht schlecht aus für die Remstäler. Martin Schmidt hatte seinen Gegner Ernst Häußermann, in der Eröffnung nach einem Qualitätsopfer überspielt, fand jedoch keinen direkten Gewinnweg und wickelte deshalb vorsichtshalber ins Dauerschach ab. Daniel Hoefer sah sich einem ungestühmen Königsangriff durch Peter Holzschuh ausgesetzt, den er zunächst kaltblütig abwehrte. In besserer aber komplizierter Stellung fand er nicht alle richtigen Züge und verlor etwas unglücklich.
    Helmut Belzner ließ mit den weißen Steinen gegen Jana Gussakowski spielend keine gegenerische Initiative zu und erzwang früh gegen seine starke Gegnerin Remis.
    Danach aber wurden alle Partien verloren.
    Norbert Büter glaubte einer leicht schlechteren Stellung durch ein Läuferopfer eine Wendung geben zu können, übersah aber, dass Bernhard Reichert sich auf dies Opfer gar nicht einlassen brauchte, sondern statt dessen einfach das Zentrum besetzen und solide gewinnen konnte.. Christian Capelja kam nach ausgeglichener Eröffnung in einen Mattangriff durch Alexej Mironov und musste aufgeben. Marius Zeyher hatte den Routinier Sigfried Schlierf schon nach wenigen Zügen völlig überspielt und nicht nur den gegnerischen König im Zentrum festgenagelt, sondern zu allem Überfluß auch noch einen Mehrbauern. Statt den Sieg ruhig nach Hause zu bringen, wollte er schön gewinnen, verlor einen Springer und musste letzlich aufgeben.
    Markus Büchele der kurzfristig als Ersatzspieler eingesprungen war, hielt sich lange gut gegen Hartmut Häußermann, verlor dann aber im Mittelspiel den Faden und geriet in ein verlorenes Bauernendspiel.
    Lediglich bei Andreas Janata musste man konstatieren, dass Ulrich Haag zu gut spielte. Obwohl er seine Lieblingseröffnung Wolga spielen konnte, geriet er früh unter Druck. Als sein Gegner sich durch einen hübschen Abtausch ein gewonnenes Endspiel verschaffen wollte, opferte Andreas eine Figur für einen gefährlichen Freibauern. Aber sein Gegner konnte zahlreiche Gegendrohungen gegen den König aufbauen und letztlich eine weitere Figur gewinnen, was das Spiel entschied.

    Trotz der klaren Mannschaftsniederlage müssen die Römer also nicht den Kopf hängen lassen. Die einzelnen Spieler müssen aber ihr Potential ausschöpfen und in kritischen Situationen erfolgsorientierter Spielen. Das nächste Spiel findet bereits am 18.10. statt und dann kommt mit Herrenberg ein Aufstiegsaspirant, gegen den man letzte Saison klar verlor.


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