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Kernen i.R.
Bebenhausen I - Rommelshausen I 4,5:3,5
Gegen Bebenhausen konnte „Rom“ in der Vergangenheit schon den einen oder anderen unerwarteten
Punkt einfahren und so machten sich die Römer Recken auch heute berechtigte Hoffnungen,
nicht mit leeren Händen aus Bebenhausen zurückzufahren. Ein Vorhaben, das auch fast geglückt
wäre, hätte die Bebenhausener Überlegenheit an den Brettern vier bis sechs nicht tatsächlich
in drei Siegen resultiert.
Erstes Opfer war Mannschaftsführer Roland Muth an Brett 6, der in der Eröffnung zwei
Züge vertauschte und schon früh gegen den starken Bebenhäusener Fischer mit dem Rücken zur
Wand stand. Oliver Jovalekic an Brett 4 hielt seinen Benoni lange offen, musste aber im
Übergang zum Endspiel dem starken positionellen Spiel seinens Gegners Tribut zollen und
zum 0:2 aus Römer Sicht aufgeben.
Dann der Anschlußtreffer durch IM David Lobzhanidze an Brett 2. In einem Sizilianer
mit entgegengesetzten Rochaden war sein Angriff über die geöffnete a-Linie schneller als
der weisse Gegenangriff, die Römer Hoffnungen flackerten wieder auf. Auch FM Thomas Heinatz
an Brett 3 hatte eine ähnliche Position wie David und auch bei Thomas droschen beide Spieler
wild auf die generische Königsstellung ein. Doch obwohl Thomas kurz vor einem entscheidenden
Vorteil stand, musste er sich am Ende mit einem Remis begnügen, es war nicht mehr genug
Material auf dem Brett, um einen siegbringenden Angriff zu starten. Eckart Bauer an Brett 5
hatte seine solide Eröffnungsbehandlung in eine aussichtsreiche Stellung transformiert,
fand aber in aufkommender Zeitnot nicht die besten Züge und musste am Ende sogar noch aufgeben.
1,5:3,5, der Zwischenstand sah nicht so aus, als ob man einen oder sogar beide Punkte
mitnehmen können würde.
Dann Aufregung an Brett 8: Sacha Strathmanns Zeit schien einen Zug vor dem Matt
gefallen zu sein, aber da sich der genaue Ablauf der Zeitnotphase nicht mehr rekonstruieren
ließ und wohl auch einige Regelwiedrigkeiten passiert waren, einigten sich die Parteien nach
einigen mehr oder weniger hektischen Diskussionen gütlich auf Remis. Als dann Oliver Vollmer
an Brett 7 seine etwas schlechtere Stellung im Turmendspiel Remis geben musste,
war die Römer Niederlage bei einem Zwischenstand von 2,5:4,5 bereits besiegelt.
FM Jens Hirneises stark herausgespielter Sieg an Brett 1 gegen den Bebenhäusener FM Bräunig
war leider nur noch Ergebniskosmetik.
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