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Kernen i.R.
Rommelshausen I - Deizisau I 2,0:6,0
Im letzten und entscheidenden Spiel in der Schach-Oberliga musste die SpVgg Rommelshausen
gegen die SF Deizisau eine 2:6-Niederlage hinnehmen. Damit bleiben die „Römer“ auf dem
vorletzten Tabellenplatz und müssen in die Verbandsliga Nord absteigen.
Da sich auch die Gäste noch in Abstiegsgefahr befanden, war zu erwarten, dass sie mit einer starken Mannschaft anreisen würden.
Zum Leidwesen der „Römer“ war es sogar die stärkste Mannschaft der gesamten Saison. Die ersten beiden Niederlagen kamen im
Doppelpack: Mannschaftsführer Roland Muth musste anerkennen, dass der gegnerische Freibauer stärker war als sein eigener,
und Eckart Bauer gelang es nicht, die Angriffe auf seinen in der Mitte stecken gebliebenen König zu verteidigen.
Somit stand es nach knapp drei Stunden 0:2 gegen die SpVgg-Denksportler.
Benedict Hasenohr an Brett drei verlor nach dreieinhalb Stunden durch einen taktischen Fehler einen ganzen Turm und musste
danach seine ansonsten gut geführte Partie sofort aufgeben. Nun zeichnete sich ein Debakel ab. Mit drei Remisen in Folge,
jeweils gegen stärkere Gegner, konnten die „Römer“ leider keine Wende mehr einleiten: Norbert Büter spielte eine spannende
Partie mit Königen auf entgegengesetzten Flügeln. Keiner der beiden Protagonisten wagte indes, die Stellung auf Angriff
weiterzuspielen. Oliver Vollmer hielt während des gesamten Spiels die Stellung im Gleichgewicht, und Martin Schmidt hatte
sogar den Sieg auf dem Brett, entschied sich angesichts der knappen Zeit aber für ein Remisangebot, das sein Gegner dankbar
annahm. Damit war die Niederlage bereits besiegelt, denn es stand uneinholbar 1,5:4,5.
FM Jens Hirneise konnte am
Spitzenbrett seine Stellung gegen den gegnerischen Großmeister Tomas Polak nicht mehr halten und musste aufgeben,
was somit nicht mehr spielentscheidend war. Der „Römer“ Spielertrainer David Lobzhanidze konnte trotz einiger Ungenauigkeiten
in seiner Partie noch ein Remis erkämpfen. Der 2:6-Endstand besiegelte jedoch den Abstieg.
Im Rückblick wurde der Klassenerhalt nicht in diesem Match verspielt, sondern bei den Kämpfen gegen
die Abstiegskonkurrenten SV Stuttgart-Wolfbusch und SV Ebersbach, bei denen die SpVgg-Mannschaft sich grobe Schnitzer und
sogar kampflose Niederlagen durch nicht besetzte Bretter erlaubt hatte. Auch gegen die Stuttgarter SF II fehlte nur
eine Kleinigkeit, um den nötigen Mannschaftspunkt zum Klassenverbleib zu holen.
Somit war der Abstieg unnötig und vermeidbar, aber wohl letztlich „verdient“.
Brett 5: Roland Muth (rechts) gegen Syang Zhou
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